Zukunft Möhlin

Diese Organisation hat sich Ende 2009 als Opposition gegen die vom Gemeinderat geplanten grossflächigen Einzonungen gebildet und ist seit Herbst 2016 wieder aktiv. Wir verstehen uns als Sammlung aller Kräfte und Privatpersonen von Möhlin, die unter einem "moderaten" Wachstum eine echte Reduzierung des bisherigen Bevölkerungszuwachses unseres Dorfes verstehen. Es sind alle willkommen, die gleich denken.


Zum Aufruf für die Teilnahme an der kommenden Gemeindeversammlung (1. Dezember 2016, 19.30 Mehrzweckhalle Fuchsrain) hat Zukunft Möhlin zusammen mit ProKulturland und der IG Leigrube einen Flyer erstellt. Dieser wird zwischen dem 25.11. und dem 28.11. an die Haushalte verteilt.

Stop

PS: Sollten Sie Ihren Stimmrechtsausweis nicht mehr zur Hand haben, können Sie sich auch vor der Veranstaltung mit ID oder Pass ausweisen.


Stellungnahme der drei Gruppierungen Zukunft Möhlin, ProKulturland und IG Leigrube zum Landverkauf Rüttenen

Abgedruckt in der NFZ vom 24.11.2016

Nein zum Verkauf des Sportplatz Rüttenen, Riburg! - Wachstum bremsen!

Die Bevölkerungsentwicklung von Möhlin kennt seit Jahren nur eine Richtung: Steil nach oben! Ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. In der Bata wird im grossen Stil überbaut. Das Gemeindeland in der Leigrube steht schon in zwei Jahren zum Verkauf an, für eine Grossüberbauung.

Auch innerhalb des Dorfes zeigen Profilstangen Ausbaupläne an, zum Beispiel die Projekte bei der alten Migros und der Rösslischeune. Neue sind in Riburg geplant. Damit nicht genug: Der Kanton hat rund um den Bahnhof eine bauliche Entwicklungszone mit Wohnschwerpunkt (ESP/WSP) festgelegt. Planungsgespräche zwischen Möhlin und Rheinfelden laufen.

Und nun fordert der Gemeinderat am 1. Dezember dem Verkauf des alten Sportplatz Riburg zuzustimmen. Ein Investor will hier vier Mehrfamilienhäuser errichten. Die Wachstumsspirale dreht sich weiter. - Wollen wir das wirklich?
Die drei Interessengemeinschaften Zukunft Möhlin, ProKulturland, IG-Leigrube fordern einen Marschhalt.

Wachstum ohne Ende?

Seit 2010 hat sich die Bevölkerung in Möhlin um 1'080 Personen respektive 166 pro Jahr vergrössert. In der Zukunftskonferenz und anlässlich der Zonenplanänderung 2010 wurde von den Stimmbürger/innen ein moderates Wachstum von 80 Einwohnern pro Jahr gefordert. Die reale Zunahme ist doppelt so hoch! Negative Folgen treten immer offensichtlicher zu Tage. Das Wachstum vernichtet Kulturland und Naturraum. Der Verkehr staut sich morgens regelmässig bis nach Möhlin zurück, die Züge sind übervoll. Verursacht werden weitere Investitionen in Infrastruktur. Der Tritt auf die Wachstumsbremse ist dringend nötig. Er bringt Zeit zum Durchatmen, Zeit um sich ein Gesamtbild der Entwicklung zu verschaffen.

Solange nicht klar ist, wie viele zusätzliche Einwohner uns die laufenden Projekte und das Entwicklungsprojekt ESP/WSP beim Bahnhof bescheren werden, soll kein Gemeindeland verkauft werden. Unsere Baulandreserven sind der einzige Weg um Möhlins Wachstum zu steuern! Deshalb sagen die drei IGs NEIN zum Landverkauf des alten Sportplatz Riburg.

Schulraumprojekte und Landverkauf getrennt behandeln

Die Notwendigkeit von Investitionen in die Schulräume Möhlins ist unbestritten. Dass Möhlin Oberstufenstandort bleibt, steht ausser Frage. Unklar ist, welche anderen Gemeinden künftig eine Oberstufe führen werden. Offen ist, wohin die kleinen Gemeinden ihre Schüler/innen senden.

Der Gemeinderat erklärt sich wie folgt in der Botschaft:
„Zudem hat er über die neue finanzielle Ausgangslage informiert, bei welcher sich der Investitionsbedarf von 27 Mio. Franken (für Schulraum) gemäss neuem Aufgaben- und Finanzplanentwurf nicht mehr ohne Landverkäufe realisieren lässt.“

Welcher „Investitionsbedarf“?
Zum jetzigen Zeitpunkt besteht kein Investitions- und Handlungsbedarf für Möhlin, da die politische Diskussion um die Oberstufen-Standorte in der Region Fricktal noch geführt wird. Ein möglicher Bedarf entsteht allenfalls erst, nachdem regional die Entscheidungen gefällt sind.

Kein voreiliger Landverkauf

Die drei IGs fordern die Entkoppelung der Themen Landverkäufe und Schulraum-projekte. Diese „strategische“ Verknüpfung durch den Gemeinderat setzt die Stimmbürger/innen unter emotionalen Entscheidungsdruck. Denn wer ist schon gegen guten Schulraum für unsere Schuljugend? Es gibt durchaus Alternativen sowohl für den alten Sportplatz als auch für die Finanzierung des effektiven Schulraumbedarfs. Das Tafelsilber (Gemeindeland) darf nicht voreilig veräussert werden. Der Erlös wäre rascher verpufft, als allen lieb ist. Der Landverkauf löst die Finanzprobleme der Gemeinde nicht nachhaltig. Deshalb: NEIN zum Verkauf des alten Sportplatz Riburg!